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Frank Eschrich

Billig produzieren, teuer verkaufen

Unternehmen wie Peter Kaiser brauchen nicht hofiert zu werden, sie sind kein Imagegewinn

DIE LINKE Pirmasens: Peter Kaiser legt keinen Wert auf soziale Verantwortung

Nach Presseberichten werden bei Peter Kaiser in der Lembergerstraße erneut 40 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der Produktion entlassen. Nach Angaben von Geschäftsführer Frank sind vorwiegend ältere Beschäftigte betroffen, die nun kurz vor der Rente den Gang zur Arbeitsagentur antreten müssen.

Dazu erklärt der Vorsitzende der LINKEN Pirmasens, Frank Eschrich: „Das Traditionsunternehmen Schuhfabrik Peter Kaiser bleibt in der Tat seiner Linie treu. Erneut kostet die Firmenpolitik, billig produzierte Schuhe für teuer Geld zu verkaufen, 40 Fabrikarbeiterinnen und Fabrikarbeiter in Pirmasens den Job. Auf soziale Verantwortung legt Peter Kaiser keinen Wert. Die Stadt Pirmasens fällt den Verantwortlichen nur ein, wenn sie mal wieder einen wohlwollenden Stadtratsbeschluss brauchen. Unternehmen wie Peter Kaiser brauchen nicht hofiert zu werden, sie sind kein Imagegewinn, sondern ein Imageschaden, denn deutlicher kann man nicht demonstrieren, dass Pirmasens zu den Globalisierungsverlierern gehört.

Eine Frechheit ist, der Öffentlichkeit weiß machen zu wollen, die Entlassung älterer Arbeitnehmer sei eine Reaktion auf den demographischen Wandel. Wäre dies so, müssten morgen 40 junge Leute in Pirmasens eingestellt werden. In Wirklichkeit werden jedoch die gleichen Arbeiten woanders zu einem Bruchteil der Kosten ausgeführt. Die Verbraucher haben es letztlich in der Hand, ob sie weiterhin billig produzierte Schäfte aus Albanien verarbeitet zum „Exklusivprodukt“ Peter-Kaiser-Schuh und entsprechenden Preisen kaufen wollen. Interessant wäre zu erfahren, unter welchen Umständen in einer 128 Jahre alten albanischen Schuhfabrik eigentlich produziert wird.“

Frank Eschrich, Vorsitzender DIE LINKE Pirmasens