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Frank Eschrich, DIE LINKE Pirmasens

Frank Eschrich

Wie viele Projektpleiten verträgt der Standort Pirmasens noch?

Politisch interessant ist die Frage, wie lange sich die politisch Verantwortlichen in der Stadt noch von Seifenblasen beeindrucken lassen

DIE LINKE Pirmasens: Auf großspurige Ankündigungen erfolgt erneuter Tiefschlag

In den letzten 6 Jahren sollten die „Exegalerie“, die „Stadtgalerie“ und zuletzt die „Kolonnaden“ in der Bahnhofstraße entwickelt werden. Keines dieser Projekte kam über das Präsentationsfolien-Stadium hinaus. Nach Pressberichten von heute hat Entwickler Lang sein jüngstes Kolonnaden-Projekt vorerst beendet, das im Zuge der Großbaustelle in der Bahnhofstraße zu einer Attraktivierung für den Einzelhandel führen sollte. Dafür sollten 7 Millionen Euro investiert werden, ein Shop in Shop-System mit einheitlicher Fassade entstehen und überregionale Frequenzbringer in die Stadt gelockt werden. Daraus wird nun nichts, wobei über die Gründe des Scheiterns widersprüchliche Aussagen gemacht werden.

Dazu erklärt der Vorsitzende der LINKEN Pirmasens, Frank Eschrich: „Die Anwohner und Geschäftsleute in der Bahnhofstraße, und in Anbetracht der weiteren Projektpleiten die gesamte Stadt Pirmasens,  werden nun seit Jahren zum Narren gehalten und die noch verbliebenen Geschäfte in ihrer Existenz bedroht. Das einzige, was wirklich funktioniert, sind Schuldzuweisungen und Vertuschungsversuche. Ob es nun „Harakiri“ gewesen wäre in die Bahnhofstraße zu investieren, wie die beiden Chef-Einzelhändler Weiss und Wölfling im August zum Besten gaben, oder 14 Minuten Sensationsjournalismus, die für das Scheitern verantwortlich gemacht werden, wie Lang selbst bereits im Juli vorbaute, ist für die Betroffenen letztendlich gleichgültig. Wichtig ist, was hinten rauskommt, sagte ein berühmter Staatsmann.

Politisch interessant ist die Frage, wie oft und lange sich die politisch Verantwortlichen in der Stadt noch von Seifenblasen beeindrucken lassen, bevor sie dafür selbst die politische Verantwortung übernehmen müssen. Nach dem Scheitern der Stadtgalerie wurde ein Tribunal gegen die Kritiker des Projekts veranstaltet, politische Verantwortung wollte keiner der Befürworter übernehmen. Das Thema Exe-Galerie ist bis heute nicht aufgearbeitet. Die Feststellung von Oberbürgermeister Matheis, Entwickler Lang habe Pläne für die Exe-Galerie nachträglich verändert und Schreiben an die Stadtverwaltung seien später um einige Passagen ergänzt worden, steht bis heute im Raum. Trotzdem hat sich OB Matheis erneut auf den gleichen Entwickler eingelassen und kommentiert heute das Scheitern der Bahnhofstraßen-Kolonnaden lapidar mit „wäre schön gewesen.“

Beim Thema Bahnhofstraße war anfangs von 20 Immobilienbesitzern die Rede, die ihre Zustimmung zu einer Quartiersgemeinschaft hätten geben sollen. Diese Gruppe ist zum heutigen Stand laut Aussage von Entwickler Lang überraschend auf 14 geschrumpft, wobei 13 eine Zusage erteilt hätten und als Schuldige Frau Kopp ausgemacht wird, die nach eigener Aussage den aktuellen Planungsstand von Lang gar nicht kennt, letztmalig im Juli darauf angesprochen worden sei und Langs Projekt auch nicht abgelehnt habe.

Wir sind gespannt, ob wenigstens in diesem Fall die Wahrheit auf den Tisch kommt.

Derweil ist nach dem Vorgang in der Bahnhofstraße absehbar, dass auch die Ideen eines BID und die Zusammenlegung von kleinen Ladengeschäften zu größeren Einheiten, wie sie im Einzelhandelskonzept vorgetragen werden, gescheitert sind, bevor das Konzept am 13. November verabschiedet sein wird.“

Frank Eschrich, Vorsitzender DIE LINKE Pirmasens 



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